Tag 1: 20 Jahre Jubiläum des Aare Chapters | 22.08.2026
Bericht von Kerstin Bertschi
Da dieses Jubiläums-Fest terminlich mit unserer 2-tägigen Tour zusammenfällt, hat Road Captain Masi entschieden, unseren Ausflug mit dieser Einladung zu verbinden.
Bei noch frischen Temperaturen treffen sich 15 Midlander und Sue vom Northwest-Chapter am Samstagmorgen um 8.15 Uhr bei der Landi Tankstelle in Kölliken. Nach den mehr oder weniger heftigen Regenfällen am Donnerstag und am Freitag bis in die Nacht, haben wir für das Wochenende gute Wetteraussichten, was unsere sonst schon gute Laune zusätzlich hebt. Nach dem Briefing tuckern wir um 8.45 Uhr los Richtung Hessigkofen im Kanton Solothurn, wo der erste Teil des Festes stattfindet. Die Route führt uns ca. 60 km über Land durch eine liebliche Landschaft via Reiden, St. Urban und Langenthal, wo Thesi bereits auf uns wartet und sich unserem Konvoi anschliesst. Unterwegs fallen ein paar scheue Regentropfen vom Himmel, was uns aber nicht weiter stört. Je näher wir dem Etappenziel kommen, umso mehr klart es auf.
Wie geplant treffen wir kurz nach 10.00 Uhr beim Harley Dealer Arni in Hessigkofen ein. Wir werden freundlich empfangen und erhalten zu Beginn ein Chapter-Bag mit diversen Gadgets inkl. Tagesprogramm zum Umhängen. Anschliessend dürfen wir uns mit Kaffee, Gipfeli und Softgetränken bedienen. Laufend treffen weitere Chapter ein und man begrüsst bereits bekannte sowie auch neue Gesichter. Wie auch an anderen Chapter-übergreifenden Anlässen, können wir heute die Gelegenheit nutzen und uns mit HOG-Mitgliedern aus der ganzen Schweiz austauschen, teilen wir doch alle dieselbe Leidenschaft und finden immer gemeinsamen Gesprächsstoff. Der Parkplatz ist inzwischen gut gefüllt und es können viele tolle Maschinen bestaunt werden. Auch die Temperaturen sind wieder sommerlich warm geworden. Im Shop entdecken unsere Ladies sogar einige nicht bekannte Artikel und können natürlich nicht widerstehen. Pünktlich zum Mittagessen treffen auch die Biker aus dem Wallis ein.
Zum Essen bleibt reichlich Zeit, denn der Special Act verspätet sich. Eine zweite Portion ist bei vielen willkommen und zum Glück sind auch noch Gipfeli vom Morgen übrig für jene, die vegetarisch essen. Nach der offiziellen Begrüssung durch Henä, den Director des Aare Chapters und den Dealer Arni erhalten wir vom Road-Captain bereits die nötigen Infos für den anschliessenden gemeinsamen Ride-Out. So langsam werden wir ungeduldig, wollen wir doch endlich wieder unsere Motoren starten.
Endlich trifft der erwartete Gast ein, es handelt sich um Flugo, Toni Flückiger, welchen viele von uns bereits von Densbüren kennen. Während seiner Speedcarving-Show sägt er auf seinem Anhänger, begleitet von Rauch und ACDC-Sound, mit der Motorsäge eine Holzskulptur. In kurzer Zeit entsteht das Logo des Aare-Chapters, welches von allen bestaunt wird und anschliessend als Foto-Kulisse für diverse Gruppenfotos dient.
Nun ist es aber höchste Zeit für den Aufbruch, alle setzen sich auf ihre Bikes und sind bereit zur Abfahrt. Die Runde führt uns in einem grossen Bogen rund um den Bielersee mit Ziel in Solothurn.
Geschätzte 90 Harleys cruisen durch das Berner Seeland. Die ganze Strecke ist an Kreuzungen, Kreiseln und Ampeln durch Blocker gesichert, damit die ganze Gruppe ungehindert fahren kann. Die Mitglieder des Aare Chapters und ihre Helfer haben dies super organisiert und es macht richtig Spass Teil eines so langen Konvois zu sein. Als Sozia habe ich ausgiebig Zeit, meinen Blick rundum schweifen zu lassen und freue mich, ab und zu bis zur Spitze dieses langen „Tatzelwurms“ zu sehen. Ganz speziell ist die Fahrt durch das schöne Städtchen Aarberg, wo uns viele Leute begeistert zuwinken und wir über die historische Holzbrücke fahren können. Nach ungefähr einer Stunde Fahrzeit ist in Erlach ein Zwischenhalt für offizielle Fotos am Ufer des Bielersees geplant. Auch hier ist das Publikum im Städtchen über unsere Durchfahrt erfreut und wir werden von einigen gefilmt. Für uns ist ein abschliessbarer Parkplatz reserviert, der aber für die zahlreichen Motorräder viel zu klein ist und es wird etwas chaotisch. Nachdem aber jeder für sein Bike ein Plätzchen gefunden hat, mahnt Henä zur Eile, eine verlockende Glacé liegt leider nicht drin. Endlich sind die Fotos im Kasten, der Gang zur Toilette gemacht, da können einige doch noch ein Gelato ergattern. Nun ist es höchste Zeit zur Weiterfahrt, wir sind etwas in Verzug. Die Stimmung untereinander ist aber hervorragend und schon knattern die Motoren wieder und los geht’s zur zweiten Etappe, welche am Fusse des Chasseral entlangführt. Via Gränchen erreichen wir nach einer weiteren Stunde schliesslich Solothurn.
Kurz vor der Stadt gibt es einen kurzen Stopp, damit wir uns aufteilen können. Die Hotelgäste werden von Henä mit wehender Fahne zum Hotel H4 direkt an der Aare geführt. Die anderen treffen wir dann später beim Abendprogramm wieder. Die Rezeption im Hotel ist mit so vielen gleichzeitig eintreffenden Gästen leider etwas überfordert, was für einige zu einer mehr oder weniger langen Wartezeit führt, bis sie ihr Zimmer zugeteilt bekommen. Damit alle noch Zeit für eine Dusche haben, wird der Treffpunkt vor dem Hotel um ca. eine halbe Stunde verschoben.
Erfrischt durch Dusche und einen schnellen Apéro draussen auf der Terrasse nehmen wir um 19.10 gemeinsam den Zug nach Bellach. Dort steigt auf dem Stüdeli-Hof die Party mit Nachtessen. Nach einem gut zehnminütigen Fussmarsch, was Grund zu einigen Scherzen gibt von wegen Wander-Ausflug, erreichen wir die Location und werden schon sehnsüchtig erwartet. Endlich können wir uns am reichhaltigen Salatbuffet bedienen und die grosse Auswahl an Grilladen, inkl. Falafel geniessen. Die Stimmung ist locker, es wird miteinander angestossen und geschwatzt. Nach dem Hauptgang spielt die Rockband 7t Cover mehrere fetzige Songs und lockt uns von den Bänken. Zum Gespräche führen ist es nun zu laut, dafür wird nach einer Weile ausgelassen getanzt und auch kräftig mitgesungen.
Nach dem ersten Teil ist das leckere Dessertbuffet bereit, welches mit viel Liebe und Können zubereitet wurde. Danach übernimmt Henä nochmals das Mikrofon und auch einige andere Directors überreichen ihre Geschenke mit ihren Dankesworten.
Ein sehr gut organisierter, ereignisreicher Tag geht nun langsam dem Ende entgegen, wir sind dankbar, ein Teil von diesem gelungenen Anlass gewesen zu sein. Die meisten von uns verabschieden sich nun, damit wir am Sonntag ausgeruht um 9.00 Uhr wieder bereit sind für einen weiteren herrlichen Tag auf unseren Harleys. Die Tour durch den Jura wird wieder angeführt von Road Captain Masi und gesichert durch Safety Salvi. Vielen Dank euch beiden.
Tag 2: 20 Jahre Jubiläum des Aare Chapters | 23.08.2026
Bericht von Jürgen „Jesse“ Maier
Bei relativ milden Temperaturen und strahlend blauem Himmel trafen wir uns um 09.00 Uhr zum Briefing vor dem Hotel H4 in der 11er-Stadt Solothurn. Die Vorfreude auf die bevorstehende Sommertour war deutlich zu spüren. Nach dem Briefing durch unseren Road Captain Masi und Safety Salvi konnte es endlich losgehen.
Unsere erste Etappe führte uns über rund 50 Kilometer in Richtung Grenchen. Über abwechslungsreiche Landstrassen, durch kleine Dörfer und über kurvenreiche Strecken ging es zur ersten Rast. Ziel war die Jubin Station – Shop du Plateau in Reussilles. Dort konnten wir uns bei Kaffee und Gipfeli stärken, ein wenig verschnaufen und die warmen Sonnenstrahlen geniessen. Genau der richtige Start in einen wunderschönen Tourtag.
Durch das wunderschöne Jura
Gut gestärkt machten wir uns auf zur zweiten und zugleich längsten Etappe. Über Saint-Ursanne und den Col des Rangiers führte unsere rund 76 Kilometer lange Strecke zum Restaurant du Vorbourg in Delémont.
Masi führte uns einmal mehr gekonnt über wunderschöne Nebenstrassen und durch kleine, idyllische Dörfer quer durch das Jura. Es ging bergauf und bergab, vorbei an saftigen Wiesen, bewaldeten Hängen und durch eine Landschaft, die das Bikerherz höherschlagen lässt. Die zahlreichen Kurven sorgten dabei für den Fahrspass, den wir uns von einer solchen Tour erhoffen.
Immer wieder gab es kurze verkehrsbedingte Stops, bei denen man in viele lachende und zufriedene Gesichter schauen konnte. Die gute Stimmung innerhalb der Gruppe war während der gesamten Fahrt spürbar. Nach etwas mehr als einer Stunde abwechslungsreicher Fahrt erreichten wir schliesslich unser Mittagsziel.
Eine kleine, beinahe verwunschene Burg mit einem kleinen Bauernhof erwartete uns beim Restaurant du Vorbourg. Die Location bot nicht nur eine wunderschöne Aussicht, sondern auch eine ganz besondere Atmosphäre – der perfekte Ort für eine wohlverdiente Mittagspause.
Leider mussten wir etwas länger als erwartet auf unser Essen warten. Während wir auf unsere Mahlzeiten warteten, wurde es im Schatten zunehmend frisch. So musste sich ein „Midlander“ nach dem anderen noch etwas überziehen. Trotz der längeren Wartezeit liessen wir uns die gute Laune aber nicht verderben.
Schliesslich war es dann so weit: Bei herrlicher Aussicht konnten wir unser Mittagessen geniessen. Und mit dem einen oder anderen Nachschlag wurden auch die letzten hungrigen Bäuche gefüllt.
Nach dem obligatorischen Gruppenfoto und mit rund 45 Minuten Verspätung hiess es wieder: Helme auf, Motoren starten und weiter geht’s!
Die letzte Etappe
Die letzte Etappe unserer Sommertour führte uns über rund 61 Kilometer in Richtung Laufen. Über Reigoldswil und Trimbach ging es schliesslich zu unserem letzten Ziel, dem Iseähnli.
Auch auf diesem Abschnitt erwarteten uns zahlreiche Nebenstrassen, abwechslungsreiche Landschaften und jede Menge Kurven. Gemeinsam cruiseten wir durch das Mittelland und liessen den gelungenen Tourtag langsam ausklingen.
Am Ende durften wir wieder einmal auf eine wunderschöne, abwechslungsreiche und vor allem unvergessliche Ausfahrt zurückblicken. Neben den tollen Strecken und der herrlichen Landschaft waren es vor allem die Gemeinschaft, die gute Stimmung und die vielen gemeinsamen Erlebnisse, die diesen Tag besonders gemacht haben.
Fazit: Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Road Captains Masi und Salvi für die Organisation, die Planung und die sichere Führung unserer Gruppe. Dank eurem Einsatz konnten wir einen weiteren tollen Tag auf zwei Rädern erleben. Es war eine grossartige Sommertour – und wir freuen uns bereits auf die nächste gemeinsame Ausfahrt!















































